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Marken-Boykott

Axel Springer AG

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Firmen- und Produktdaten Bearbeiten

Firmenname und Adressen Bearbeiten

Axel Springer

http://www.axelspringer.de/
Zentrale: Axel Springer AG, Axel-Springer-Straße 65, 10888 Berlin
Zu Axel Springer gehören über 50 verschiedene Gesellschaften in Deutschland und weltweit.

Bekannte Produkte Bearbeiten

Bild“ und Ableger, „Die Welt“ und Ableger, „Berliner Morgenpost“, „B.Z.“, „Euro“, „Hamburger Abendblatt“, „Berliner Wochenblatt“, „Bergedorfer Zeitung“, „Elmshorner Nachrichten“, „Lauenburgische Landeszeitung“, „Idealo.de“, „Immonet.de“, „Newsstand.de“, „Handelszeitung Zürich“, „Sat.1“ (48,2%), „Schwartzkopff TV“, „Mädchen“, „Metal Hammer“, „Musikexpress“, „Popcorn“, „Rolling Stone“, „Star Flash“, „Yam!“, „Funk Uhr“, „Hörzu“, „TV Digital“, „TVneu“, „Jolie“, „Frau von Heute“, „Der Freund“, „Markt und Mittelstand“, „Maxim“ u.v.a.

Jeweils 50% Beteiligung an folgenden Zeitschriften:

Dresdner Neueste Nachrichten“, „Leipziger Volkszeitung“, „Lübecker Nachrichten“ (49%), „Ostsee Zeitung“, „Familie & Co“, „Mach mit“, „Oscar“, „Paps“, „Spielen und Lernen“, „Treff“, „AngelWoche“, „Blinker“, „Esox“, „Fliegenfischer“, „AERO international“, „Fliegermagazin“, „Fly and glide“, „FotoMagazin“, „FOTOwirtschaft“, „Photo Technik Int.“, „GOLFmagazin“, „Golf Club-Magazin“, „Jäger“, „Nordic Walker“, „St. Georg“, „Segeln“, „Tauchen“, „Tennis Magazin

Boykottaufruf Bearbeiten

Die Erzeugnisse der Axel Springer AG, insbesondere die Bild-Zeitung (die meistgelesene und auflagenstärkste zeitungsähnliche Publikation Deutschlands), werden seit Jahrzehnten von verschiedenen Personen und Gruppen vor allem wegen der oft fehlerhaften und einseitigen Berichterstattung massiv kritisiert. Beispielsweise werden häufig Opfer von Straftaten und vermeintliche Straftäter in den Springer-Zeitungen ohne ausreichende Unkenntlichmachung abgebildet, wie sie der Pressekodex fordert. Unwahre und schlampig recherchierte Artikel, die nachweislich falsche Informationen enthalten, sind beinahe an der Tagesordnung. Zahllose Beispiele dafür hält das „Bildblog“ bereit, unter anderem eine Sammlung der Presserats-Rügen aufgrund persönlichkeitsrechtsverletzender Beiträge.[1] Dabei weigert sich die Bild mitunter standhaft, Fehler einzugestehen oder zu korrigieren.[2] In einer 2011 veröffentlichten Studie der Otto Brenner Stiftung über die „Bild-Zeitung“ wird dem Blatt folgerichtig der Status einer Zeitung nach journalistischen Kriterien aberkannt, und es wird gezeigt, dass die Bild vielmehr ein Medium zur Kampagnenführung (also: Manipulation der Massen) ist.[3]

Ein weiterer großer Kritikpunkt ist eine Gefahr für die Demokratie, welche durch die Gleichschaltung der vielzähligen Medien der Springer-Presse ausgeht, über die ein Großteil der Deutschen erreicht und beeinflusst werden können. Das Bundeskartellamt sah diese konkrete Gefahr, als es die Fusion der Axel Springer AG mit ProSiebenSat.1 untersagte. [4] [5]

Muslimische Verbände sehen die Springer-Presse als ein „Sprachrohr zionistischer Interessen in Deutschland“ und mitverantworlich an Verbrechen gegen die Menschlichkeit.[6]

Die Springer-Presse selbst ist in Boykotten auch nicht ungeübt. Im Jahr 2005 wurde die Linkspartei (wie auch zuvor die PDS) offen durch die Axel Springer AG boykottiert, indem keine Werbeanzeigen der Partei angenommen wurden.[7] Meldungen und Themen, die der Springer-Presse nicht genehm sind, werden boykottiert, indem sie einfach totgeschwiegen werden. Letztes prominentes Beispiel: Die Demonstration „Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn“ mit ca. 15.000 Teilnehmern am 22.09.2007 in Berlin, die in der Bild gar nicht und in Die Welt verniedlichend erwähnt wurde.[8] Andere Boykotte, die nicht zum Weltbild der Axel Springer AG passen, werden gezielt sabotiert.[9]

Weitere Beispiele für die krummen Machenschaften der Bild-Zeitung finden sich im Wikipedia-Artikel über die Zeitung.[10] Die Welt als sogenannte „Qualitätszeitung“ war die längste Zeit defizitär, wurde aber als ideologisch geprägtes, seriöses Aushängeschild der Axel Springer AG über die Einnahmen aus der Bild mitfinanziert.[11]

Webseiten zum Springer-Boykott Bearbeiten

Unterstützer des Boykotts Bearbeiten

Prominenteste Unterstützer des Bild-Boykotts sind der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder[12], der Schriftsteller und Nobelpreisträger Günter Grass[13] und die Musikband „Wir sind Helden“, die ein Angebot, in einer Werbekampagne für die „Bild“ mitzuwirken, mit einer öffentlichen und ausführlich begründeten Absage beantwortet haben.[14]

Um selbst aktiv zu vermeiden, etwa versehentlich eine Webseite des Springer Verlags zu besuchen, oder um öffentliche Computer zu schützen, wurde die Erweiterung „Axel Springer Blocker (ASB)“ für den Chrome-Browser entwickelt, die beim Besuch einer Webseite des Springer Verlags eine Warnmeldung zeigt. https://chrome.google.com/webstore/detail/axel-springer-blocker-asb/cbnipbdpgcncaghphljjicfgmkonflee

Wikipedia-Artikel über die „Springerpresse“ Bearbeiten

Folgender Artikel über die Kritik an der Axel Springer AG befand sich bis 15.06.2007 unter dem Titel „Springerpresse“ in der deutschen Wikipedia: [15] [16]

(Hinweis: Die meisten im Original auf Wikipedia-Artikel verlinkten Begriffe sind hier rot bzw. ungültig.)

Springerpresse Bearbeiten

Mit Springerpresse werden insbesondere in der linken Szene seit den 1970er Jahren die Druckerzeugnisse des rechtskonservativen Axel-Springer-Verlages bezeichnet, vor allem die Tageszeitungen "Die Welt" und die "Bild-Zeitung". Der Begriff ist negativ besetzt.

Die negative Besetzung findet sich wieder in Zitaten wie etwa:

„Bild und Welt beweist es:
Springer ist der Krupp des Geistes.
Eins, zwei, drei und schwuppdiwupp,
macht's mit Springer wie mit Krupp.“
oder in Textzeilen von Wolf Biermann:

„Die Kugel Nummer eins kam
Aus Springers Zeitungswald
Ihr habt dem Mann die Groschen
Auch noch dafür bezahlt
Ach Deutschland, deine Mörder
Es ist das alte Lied
Schon wieder Blut und Tränen
Was gehst Du denn mit denen
Du weißt doch was dir blüht!“

So wird die Springerpresse mit dem Anschlag auf Rudi Dutschke in Verbindung gebracht. Durch massive Kampagnen wurden gezielt Aggressionen gegen Anführer der Studentenproteste geschürt. Diese Hetzschriften gipfelten im Anschlag auf Dutschke 1968 durch Josef Bachmann. Bachmann gilt dabei als das Beispiel der durch Presse manipulierten Menschen. Aber auch rechtskonservative Kreise klagen über einen für sie negativen Einfluss. So wird beispielsweise der Umgang von Blättern des Axel-Springer-Verlages mit Politikern wie Ronald Schill oder Martin Hohmann (CDU) kritisiert.

Unbeliebt machte sich die Springerpresse auch durch die Berichterstattung über den Mord an Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967. Am 3. Juni berichtete die Berliner Bildzeitung nur, es habe einen Toten gegeben. Abgebildet wurde daneben ein blutender Polizist. Von einem Messerangriff war nichts zu lesen, ebensowenig von einem Todesschuss. Der Kommentar lautete:

"Hier hören der Spaß und der Kompromiss und die demokratische Toleranz auf. Wir haben etwas gegen SA-Methoden."

Am nächsten Tag hieß es:

"Die Polizei trägt keine Schuld an den Zusammenstößen, die eindeutig von unseren Krawallradikalen provoziert wurden. Die Polizei tat ihre schwere Pflicht. Benno Ohnesorg ist nicht der Märtyrer der FU-Chinesen, sondern ihr Opfer... Helft der Polizei, die Störer zu finden und auszuschalten."

Dieses Verhalten war auch ausschlaggebend für die Aktionen gegen die Springerpresse. Ausgeführt wurde diese unter anderem durch die Rote Armee Fraktion (RAF).

Im März 2004 belegte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) die Bild-Zeitung mit einem Interview-Boykott, weil sie seiner Ansicht nach die Arbeit der Regierung einseitig negativ darstellt.

Weblinks Bearbeiten



  1. http://www.bildblog.de/ruegen.php „Presserats-Rügen für "Bild"“, Sammlung auf bildblog.de
  2. http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID1812684,00.html Beispiel für Uneinsichtigkeit: „Die "Bild"-Story über "Benzin aus Katzen"“, ZAPP auf NDR TV am 21.09.2005
  3. http://www.bild-studie.de/ „Drucksache Bild - Eine Marke und ihre Mägde“, Bild-Studie der Otto Brenner Stiftung, Frankfurt/Main März 2011
  4. http://www.bundeskartellamt.de/wDeutsch/archiv/PressemeldArchiv/2006/2006_01_24.php „Bundeskartellamt untersagt Fusion Springer/ProSiebenSat.1“, Pressemeldung des Bundeskartellamtes vom 24.01.2006
  5. http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/130/58072/ „Verheerend für die Meinungsvielfalt“, Reaktionen zur den Fusionspläne auf süddeutsche.de am 05.08.2005
  6. http://www.muslim-markt.de/boykott/springer.htm Begründung des Muslim-Boykott gegen Axel Springer auf muslim-markt.de
  7. http://de.wikinews.org/wiki/Springer-Presse_boykottiert_Linkspartei „Springer-Presse boykottiert Linkspartei“ auf wikinews.org, Quelle: medienhandbuch.de
  8. http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Demonstration_in_Berlin_am_22._September_2007/Pressespiegel Weitestgehend vollständiger Pressespiegel zur Demonstration gegen den Überwachungswahn am 22.09.2007
  9. http://www.gebuehrenboykott.de/artikel_125.html „Die Springerpresse und die Studierendenbewegung. Warum das Hamburger Abendblatt den Boykott der Gebühren bekämpft“, Artikel auf gebuehrenboykott.de (eine Aktion Hamburger StudentInnen)
  10. http://de.wikipedia.org/wiki/Bild-Zeitung#Die_Berichterstattung_und_ihre_Folgen „Die Berichterstattung und ihre Folgen“ im Wikipedia-Artikel über die Bild-Zeitung
  11. http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/0401/medien/0009/ „Britische Lehrmeister“, Artikel zum 60-jährigen Bestehen von Die Welt in der Berliner Zeitung am 01.04.2006
  12. http://www.netzeitung.de/medien/275905.html „Kanzler Schröder boykottiert «Bild»“, Artikel in der Netzeitung vom 03.03.2004
  13. http://www.bildblog.de/index.php?s=gegendarstellung&paged=4 „Wer Privates schützen will, kann das in der Regel“, Interview mit Günter Grass auf bildblog.de
  14. http://www.netzpolitik.org/2011/fur-bild-werben-ich-glaube-es-hackt/ „Für Bild werben? Ich glaube, es hackt“, Artikel vom 25.02.2011 auf netzpolitik.org
  15. http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spezial%3ALogbuch&type=&user=&page=springerpresse Lösch-Logbuch für Wikipedia-Artikel „Springerpresse“
  16. http://web.archive.org/web/20050827205235/http://de.wikipedia.org/wiki/Springerpresse Wikipedia-Artikel „Springerpresse“ im Web-Archiv Wayback-Machine

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