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Marken-Boykott

RWE

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Firmen- und Produktdaten Bearbeiten

Firmenname und Adressen Bearbeiten

RWE

http://www.rwe.de/
Zentrale: RWE AG, Opernplatz 1, 45128 Essen
Subunternehmen in CZ, HU, NL, PL, SK, UK, USA.

Bekannte Produkte Bearbeiten

RWE Power“, „RWE Energy“, „enviaM“, „Eprimo“, „strasserauf electricitaet“, „Süwag Energie“, „VSE“, „Lechwerke (LEW)“, „Transgas“, „DEA“ (derzeit nur noch eine Tankstelle), „American Water“ u.a.

Fast alle weiteren RWE-Firmen führen „RWE“ in ihren Namen.

Boykottaufruf Bearbeiten

RWE ist einer großen 4 Energiekonzerne Deutschlands (E.ON, RWE, EnBW, Vattenfall), die 80% des Strommarktes beherrschen und denen vorgeworfen wird, die Preise künstlich hoch zu halten und anderen Anbietern den Zugang zu den Netzen zu erschweren. Außerdem ist der Strommix von RWE durch einen hohen Anteil an fossilen Energieträgern besonders dreckig: Der bundesweite Durchschnitt von CO2-Emissionen in Gramm pro Kilowattstunde Strom ist 541 g/kWh, bei RWE sind es 749 g/kWh (= ca. 38% mehr). [1]

RWE betreibt die Kernkraftwerke Biblis, Emsland und Gundremmingen. In Emsland gab es zuletzt am 24. Juli 2009 wieder einen Störfall.[2][3] Desweiteren die Braunkohlekraftwerke Frimmersdorf, Goldenberg, Neurath (im Bau), Niederaußem, Weisweiler, Mátra (Ungarn, 51%), und die Steinkohlekraftwerke Westfalen (Hamm-Uentrop, Fertigstellung 2011), Ibbenbüren, Gersteinwerk/Werne (Stockum), Duisburg-Huckingen und Eemshaven.

Nachdem RWE am 25. September 2006 eine Laufzeitverlängerung für Biblis A beantragte, schlossen sich innerhalb kürzester Zeit neun Umweltverbände zu einem Boykottaufruf gegen RWE und die drei anderen großen (Atom-)Stromkonzerne in Deutschland, E.ON, EnBW und Vattenfall zusammen. Ihnen wird vorgeworfen, den Atomkonsens aufzukündigen.[4][5]

RWE setzt heute immer noch hauptsächlich auf die „dreckigen“ Methoden zur Stromerzeugung, auch wenn sich der Konzern selbst in PR-Kampagnen für seine Investitionen in erneuerbare Energien rühmt. Zuletzt im November 2007 konnte erfolgreich die Genehmigung und damit der Bau eines neuen Kohlekraftwerks in Ensdorf im Saarland verhindert werden.[6]

Desweiteren beteiligt sich RWE an dem umstrittenen RECS-System zur Zertifizierung von Ökostrom, das es ermöglicht, gewöhnlichen Atom- und Kohlestrom als „Ökostrom“ zu verkaufen.[7]

2004 zeigte sich in der „RWE-Affäre“, dass RWE mehrere CDU-Politiker bestochen hat.[8]

Update 25.08.2014: RWE reicht wegen der Stilllegung von Biblis Klage gegen Land Hessen und den Bund ein. Wenn RWE damit durchkommt, dann zahlt der Steuerzahler, also wir alle, noch dafür. Ein Grund mehr RWE zu boykottieren.

Unterstützer des Boykotts Bearbeiten

Der Boykott wird offiziell von der Deutschen Umwelthilfe, Deutscher Naturschutzring, Naturschutzbund, BUND, Robin Wood, Bund der Energieverbraucher, Greenpeace, IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) und X-tausendmal quer unterstützt. Zuletzt schloss sich noch die Deutsche Umweltstiftung dem Boykottaufruf an.[9]

Webseiten zum RWE- bzw. Atomstrom-Boykott Bearbeiten

Stellungnahme von RWE Bearbeiten

Kein direkte Stellungnahme, aber dennoch ein sehr deutliches Zeichen von Uneinsichtigkeit: Nachdem die Laufzeitverlängerung von Biblis A durch das Bundesumweltministerium abgelehnt wurde, kündigte RWE gegen diese Entscheidung eine Revision an.[10] Fazit: RWE möchte so weitermachen wie bisher.



  1. http://www.rwe.com/web/cms/de/42184/stromkennzeichnung/ Stromkennzeichnung RWE Rhein-Ruhr AG (Zentrale RWE)
  2. http://www.focus.de/panorama/vermischtes/stoerfall-trafoschaden-im-atomkraftwerk-lingen_aid_420324.html Artikel über Störfall im KKW Emsland bei Focus.de
  3. http://nachrichten.t-online.de/c/19/51/47/86/19514786.html Artikel über Störfall im KKW Emsland bei T-Online Nachrichten
  4. http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2006/09/29/a0144 „Atomausstieg selbst gemacht“, Artikel in der taz am 29.09.2006
  5. http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/0929/politik/0124/index.html „Kunden sollen Atomstrom boykottieren“, Artikel in der Berliner Zeitung am 29.09.2006
  6. http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/gemeinde-stoppt-rwe/?src=HL&cHash=ca13f12986 „Gemeinde stoppt RWE“, Artikel in der taz am 27.11.2007
  7. http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26671/1.html Artikel „Die Ökostrom-Lüge“ auf Telepolis
  8. http://de.wikipedia.org/wiki/RWE-Affäre Wikipedia-Artikel über die RWE-Affäre
  9. http://www.deutscheumweltstiftung.de/energien/atomkraft-boykott.htm Stellungnahme der Deutschen Umweltstiftung zum Atomkraft-Boykott
  10. http://www.rwe.com/generator.aspx/presse/language=de/id=76858?pmid=4002054 Pressemitteilung von RWE zur Ablehnung der Strommengenübertragung auf das AKW Biblis A

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