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Marken-Boykott

Novartis

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Firmen- und Produktdaten Bearbeiten

Firmenname und Adressen Bearbeiten

Novartis

http://www.novartis.com/
Zentrale: Basel, Schweiz
Vertretungen und Produktionsstandorte in 140 Ländern weltweit.

Frühere Namen Bearbeiten

Sandoz, Kern & Sandoz, Ciba, Ciba-Geigy AG, J.R. Geigy AG

Firmen im Besitz von Novartis Bearbeiten

Syngenta, Hexal u.a.

Bekannte Produkte Bearbeiten

Diovan“, „Femara“, „Glivec“, „Insidon“, „Interceptor“, „Lucentis“, „Mono-Embole“, „Nicotinell“, „Otrivin/Otriven“, „Rasilez“, „Ritalin“, „Voltaren“, „Zometa“ u.v.a.

Boykottaufruf Bearbeiten

Kritik Bearbeiten

In Deutschland geriet der Konzern 2007 scharf in die Kritik wegen des Preises für das neu zugelassene Medikament Ranibizumab (Handelsname Lucentis®) zur Behandlung der feuchten altersbedingten Makuladegeneration [1] . Es ist etwa 50 Mal teurer als das bis dahin vorrangig eingesetzte Avastin, das allerdings nicht für diesen Einsatz zugelassen ist. Mit der Zulassung von Lucentis darf Avastin nun nicht mehr verschrieben werden. Kritiker sehen in dem neuen Medikament lediglich eine Weiterentwicklung von Avastin, Novartis spricht dagegen von einem völlig neu entwickelten Medikament. Experten schätzen die Mehrkosten für das Gesundheitssystem allein durch dieses Medikament auf mehrere Milliarden Euro. Prof. Wolf-Dieter Ludwig, der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, warf dem Konzern vor, dass er „für sein Monopol einen horrenden Preis“ verlange. Novartis sieht nach eigenen Berechnungen eine deutlich geringere Belastung für das Gesundheitssystem und verhandelt mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und den Krankenkassen über einen Preisnachlass.[2]

Derzeit läuft eine Klage des Unternehmens gegen den Staat Indien, da dessen Patentrecht die Herstellung von deutlich verbilligten Generika vorsieht. Indien ist durch seine Patentrechtregelung, die keinen Patentschutz beispielsweise bei nur geringfügig veränderter Wirkstoffzusammensetzung vorsieht, zu einem wichtigen Ursprungsland von Generika geworden. Die Klage von Novartis wird vor allem von NGOs wie Ärzte ohne Grenzen stark kritisiert, da bei einem Urteil gegen die indische Regierung Millionen Menschen weltweit ohne bezahlbare medizinische Hilfe dastünden.[3] Die Klage wurde am 7. August 2007 abgewiesen, da sich das indische Gericht für unzuständig erklärte und Novartis an das Schlichtungstribunal der WTO verwies[4]. Novartis erhielt für das Jahr 2007 den Negativaward von "Public Eye on Davos".

Im Oktober 2007 wurde Novartis „für die Bespitzelung ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“ mit dem Negativpreis Big Brother Award in der Kategorie „Arbeitswelt“ ausgezeichnet.

Im Mai 2010 wurde Novartis von einem Bezirksgericht in New York zu Strafzahlungen von 250 Millionen Dollar sowie zu Schadenersatzzahlungen an weibliche Angestellte in Höhe von 3,36 Millionen Dollar verurteilt, da ein Tochterunternehmen in den USA weibliche Angestellte in der Zeit von 2002 bis 2007 benachteiligt hatte. Novartis wies die Anschuldigungen zurück und kündigte daraufhin Berufung an.[5][6]

(Text übernommen aus dem Wikipedia-Artikel über Novartis, Stand 3.6.2010)

Webseiten zum Novartis-Boykott Bearbeiten

Greenwashing Bearbeiten

Wie alle großen Pharmakonzerne stellt sich Novartis selbst als großen Weltverbesserer im Dienste der Menschheit dar. Novartis ist Trägerin der Novartis Stiftung für Nachhaltige Entwicklung, die sich u.a. mit Unternehmensethik befasst, aber wie sich an o.g. Beispielen zeigt, fließen ethische Gedanken kaum oder gar nicht in die Firmenpolitik ein.

Stellungnahme von Novartis Bearbeiten

leider noch keine



  1. Nicola Kuhrt: Schuss ins Auge (DIE ZEIT, 8. Mai 2008 Nr. 20, Zugriff: 2. November 2009)
  2. Patrick Hünerfeld: Kostenlawine durch neues Medikament? (19. Mai 2007, Zugriff: 20. Mai 2007)
  3. die tageszeitung vom 31. Januar 2007: Wer zahlt, darf überleben
  4. taz:Indien stoppt Pharmariesen
  5. NZZ online: "Novartis geht in Berufung" Artikel vom 19. Mai 2010, abgerufen am 21. Mai 2010.
  6. Novartis Pharmaceuticals Corporation: "US affiliate of Novartis strongly disputes claims of past discrimination in the US" (englisch) Medienmitteilung vom 19. Mai 2010, abgerufen am 21. Mai 2010

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